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Haptik

 
• Fühlt sich gut an? Oder anders?
• Leder oder Plastik?
• Seidige Oberfläche oder ledrig
• Festes Metall?
• Glatte Holzoberfläche?
• Einfach zu handhabender Bedienknopf?

 
Bei der Berührung eines Materials wird die taktile Wahrnehmung, die zwischen der menschlichen Hand und dem Gehirn kommuniziert wird, den Kunden zur Kategorisierung des Materials leiten. Als ein Beispiel lässt sich die Bewertung einer Lederoberfläche nennen, bei der klar wird, dass Geschmäcker unterschiedlich sind und sich ebenfalls über die Zeit ändern. Menschen haben verschiedene Anforderungen an Leder, Kunstleder und Textilien. Welche Eigenschaft müssen somit erfasst werden um spezielle Materialien mit bestimmten haptischen Oberflächeneigenschaften zu designen?
 

 
Mit bestimmten pyhsikalischen und chemischen Methoden können solche taktilen, haptischen Charakteristiken von Materialien und Oberflächen messtechnisch erfasst werden.  Zu diesen Parametern zählen ebenfalls statische Deformation, Viskoelastizität, Oberflächenrauheit, Erschütterungsabsorption und Reibungskoeffizient.
 

Die Ergebnisse die aus solchen physikalischen Standardtestshervorgehen werden anschließend mit verschiedenensubjektiven  Einstufungen von ausgewählten Testkunden verglichen.
Wenn zum Beispiel die Interieurmaterialien für einen Sportwagen oder eine Luxuslimousine ausgewählt werden, unterscheided sich die Kundenakzeptanz verschiedener Kunststoff- oder Lederoberflächen drastisch. Die subjektive Kundenentscheidung zeigt, dass weiche Leder für Luxuslimousinen bevorzugt werden, wohingegen feste, harte Leder für Sportwagen präferiert sind. Die allgemeine Tendenz lässt sich schließlich auf die zukünftige Entwicklung anwenden. Die physikalischen Kennwerte liefern den Entwicklern klare Aussagen über die Materialcharakteristik.
 



            
 
Ein zweiter Fokus der Haptik liegt in der Interaktion zwischen dem "Gefühl" eines Produkts und der erwarteten Funktion. Als Beispiel lässt sich die Materialentwiclung von weichen Kontaktlinsen nennen: "Wie komfortabel sind die Linsen im Auge? Haben die Linsen zu viel Reibung und führen schnell zu Augenirritationen? Sollten die Beschichtung hart oder weich sein?"
 
Um diese Fragen zu beantworten muss zuerst eine Probetafel mit einer ausreichenden Anzahl an Proben erstellt werden, die anschließend vom Kunden verglichen werden kann. Die subjektiven Ergebnisse liefern eine Einstufung wie sich cie Kontaktlinse anfühlt. Die Forscher und Entwickler arbeiten nun Parameter und Testbedingungen für physikalische, taktile Test aus, bei denen Themen wie Form, Größe und Materialempfinden wichtig sind. Abschließend ermöglichen diese Testergebnisse die Haptikforscher und - entwickler zu einer eindeutigen Aussage über die Charakteristik des Materials und der Beschichtung die eine ideale Kontaklinse mit sich bringen sollte.
 
                 

 
Haptikforschung mit vielen Design- und Testpahsen Beschäftigt sich mit den menschlichen sensorischen Qualitäten - wahrgenommen über Berührung, Sehen, Hören und manchmal sogar Geruch. Sicherlich gibt es keine gute oder schlechte Haptik; die Bewertung hängt von Testobjekt ab. Ein Auto oder ein Mobiltelefon muss sich beispielsweise "gut anfühlen".

Unsere Aufgabe ist somit herauszufinden was sich bei Berührung gut anfühlt und warum es gut ist und genau das ist HAPTIK - ein erfühlbarer Faktor für Qualität, Funktion und Geschmack.